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09. Jul 2019 10

ALLES ÜBER DIE ENNSTAL-CLASSIC

Die Ennstal-Classic wurde 1993 zum ersten Mal ausgetragen: eine Oldtimer-Rallye die mit 35 Startern. Walter Röhrl war der erste Sieger.
Inzwischen etablierte sich die Ennstal zur bedeutendsten Oldtimer-Rallye Österreichs.
Auch im Zeitalter der E-Autos lebt das Interesse und die Leidenschaft für das Blech der frühen Jahre so heftig wie nie zuvor: Nicht weniger als 234 Autos bis zum Baujahr 1972 werden am 25. Juli in Gröbming die Ennstal-Classic unter die Räder nehmen.
Nicht weniger als 49 Marken – darunter viele die es längst nicht mehr gibt - werden unter 18 Nationen aufgeteilt, unter anderem mit Piloten aus Finnland, USA, Australien, Italien, Mexiko, Russland, Griechenland, Slowenien, Schweiz und Deutschland.

Die Hotspots der 850 km Strecke

Die Strecke ist für die alten Autos, aber auch für die Piloten eine Herausforderung. Gespickt mit geheimen Sonderprüfungen - auf denen es gilt den 40- bzw. 50 km/h Schnitt zu halten - sind beim Prolog am ersten Fahrtag (Donnerstag, 25. Juli) 403 km und beim Marathon am zweiten Tag (Freitag, 26. Juli) 451 km zu absolvieren. Höhepunkt am Donnerstag ist die Fahrt über die Postalm und die Sonderprüfung am Red Bull Ring. Hotspots am Freitag sind die Etappenorte Lunz, Steyr, Spital am Pyhrn und der Alpenflugplatz Niederöblarn sowie die Fahrt durch das Gesäuse.

Startnummer 1

Das älteste Auto, das die Startnummer #1 trägt, ist ein Ballot Rennwagen, der 1920 in Indianapolis Siebenter wurde, 1921 gewann Jules Goux mit diesem herrlichen Fossil aus der heroischen Zeit der Automobil-Geschichte, den Grand Prix von Italien. Heute sitzt Alexander Schaufler im Cockpit des 107 PS starken Boliden.
Derek Bell,  Arturo Mercario, Hans-Joachim Stuck

Derek Bell, Arturo Mercario, Hans-Joachim Stuck

Porsche bringt Mark Webber und «Strietzel» Stuck

Das Porsche-Museum Stuttgart schickt fünf Teams zur Ennstal-Classic, die eine Mischung aus Lenkrad-Legenden und Männern aus der Vorstandsetage darstellen. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Wolfgang Porsche wird mit Günther Horvath einen 356 Carrera 2 chauffieren.
Lenkradlegende Hans-Joachim «Strietzel» Stuck bekommt den berühmten «Dreikantschaber» aus dem Jahr 1963. Dieser, in nur zwei Exemplaren gebaute Gran Turismo Rennwagen, basiert auf dem Porsche 356B Carrera 2. Dank Leichtbau bringt diese Ausführung rund 195 Kilo weniger auf die Waage (insgesamt 820 kg) als sein straßenzugelassenes Pendant. Im Heck liefert der 2 Liter Carrera-Viernockenwellen-Motor 155 PS.
Mark Webber, der australische Ex-Formel 1 Pilot und Langstrecken-Weltmeister wird einen Porsche 356 Speedster 1600 S zünden. Er wird der Top-Star unseres Partners Nummer Eins, Porsche. Mark gilt als großer Sympathieträger, er absolvierte 215 Formel 1 Grand Prix und holte 9 Siege und 13 Polepositionen. Er fuhr in der Formel 1 für Minardi, Jaguar, Williams und Red Bull und schaffte insgesamt 42 Podestplätze. Für Porsche gewann er 2015 den Titel eins Fahrerweltmeister in der Langstrecken-WM.
Lutz Meschke, Vorstand für Finanzen und IT fährt einen 356 1600S.
Mark Webber

Mark Webber

Ennstal-Premiere: Rudi Lins im Porsche 908/2

Der 1944 in Bludenz geborene Rudi Lins war in den 60er Jahren einer der besten Autorennfahrer in Österreich. Sein Vater führte in Bludenz eine Volkswagen- Vertragswerkstätte und der Sohn machte die Ausbildung zum Kfz-Meister bevor er 1965 österreichischer Sportwagenmeister wurde. Ab 1966 wurde er dreimal in Folge österreichischer Bergmeister. Als er 1967 auf einem Porsche Carrera 6 die Europa- Bergmeisterschaft für Sportwagen gewann, war er längst Werksfahrer bei Porsche. 1968 wurde er gemeinsam mit Vic Elford auf Porsche 910 Zweiter beim 1000 km Rennen von Paris. Seinen größten Erfolg feierte der Vorarlberger 1970 im 24 Stunden Rennen von Le Mans, wo er mit Helmut Marko Dritter auf einem Porsche 908/02 wurde. Rudi Lins ist zum ersten Mal bei der Ennstal-Classic, in Gröbming wird er einen Porsche 908/2 demonstrieren.
Rudi Lins

Rudi Lins

Stars und Promis...

Derek Bell, Arturo Merzario, Dieter Quester, Jochen Mass, Daniele Audetto, Rauno Aaltonen und Rudi Stohl blicken auf eine erfolgreiche Vergangenheit hinterm Lenkrad zurück.
Auch heuer ist die Dichte der Promis und Manager groß, am Start stehen: Peter Kraus, Christian Clerici, Rudi Roubinek, Wolfgang Brandstetter, Dieter Böhmdorfer, Siegfried Wolf, Michael Tojner, Hans-Peter Schützinger, Michael Krammer und Jo Ramirez.

TV-Star Tom Wlaschiha auf Alfa

Schauspieler und Alfista Tom Wlaschiha, aufgewachsen in Dresden, nach Jahren am Theater bekannt aus Serien wie "Game of Thrones", "Crossing Lines" und "Das Boot", demnächst zu sehen in "Jack Ryan" Staffel 2. Liebt gute Filme, klassische Musik, Sport und Menschen sowie Dinge mit Stil, weshalb er schon immer Alfa fährt, momentan eine Giulia Quadrifoglio. Bei der Ennstal-Classic pilotiert er gemeinsam mit Christian Schön eine Alfa Romeo Giulietta (Baujahr 1962).
Tom Wlaschiha

Tom Wlaschiha

Skistar Marco Büchel erstmals bei der Ennstal-Classic

Der Liechtensteiner Marco «Büxi» Büchel zählte zu den bekanntesten Skirennfahrern weltweit. Er gewann vier Weltcuprennen. Seit seinem Rücktritt 2010 ist er beliebt und gefragt als Entertainer und Kommunikator in verschiedenen Bereichen und heuer dürfen wir Ihn bei der Ennstal-Classic begrüßen. Er bringt einen Jaguar E-Type (Serie 1.5, 4.2 Lit., 265 PS) aus dem Jahre 1968 an den Start. Sein Navigator ist sein Liechtensteiner Landsmann Michael Schmid.
Marco Büchel

Marco Büchel

Die Ennstal-Sieger

Auch frühere Ennstal-Sieger werden in Gröbming von der Startrampe rollen, wie Alexander Deopito – der 2017 als Erster mit einem Vorkriegsauto Gesamtsieger wurde, und heute als Top-Star der heimischen Oldtimer-Bewerbe gilt. Weiters dabei sind die einmaligen Sieger Rauno Aaltonen (1998), Alois Heidenbauer (2011), Sebastian Klackl (2010), Richard Kaan (1996) und Gerry Brandstetter (2002). Die Zweifach-Sieger heißen: Fritz Radinger/Thomas Wagner (2015 und 2016), sowie Alexander und Florian Deopito (2017, 2018). Modemacher Helmut Schramke und Peter Umfahrer stehen als Dreifach-Sieger (2003, 2006, 2012) auf der Rampe.

DIE SPEED-SHOW

Freitag, 26. Juli am Alpenflugplatz Niederöblarn
Samstag, 27. Juli beim „Porsche Design Grand-Prix“ in Gröbming
Teilnahmeberechtigt sind historisch wertvolle und bedeutende Monoposto-Rennwagen, zweisitzige Rennsportwagen, GT und Rallye-Autos, deren Baudatum vor dem Stichtag 31.12.1985 liegt.

Abarth-Festival bei der Speed-Show

Es ist heuer 70 Jahre her, dass Karl «Carlo» Abarth am 15. April 1949 in Turin seine Firma gründete, ein Jubiläum, das wir mit einem wahren Abarth-Festival feiern. Namhafte Abarth- Enthusiasten Österreicher. Die Scuderia Velsecco setzt zwei Wagen ein: Rudi Roubinek fährt einen Fiat-Abarth 2000, den ihm Franz Steinbacher zur Verfügung stellt. Bei diesem 170 PS starken Formula 2000 Monoposto handelt es sich um den allerletzten Rennwagen an dem Carlo Abarth im Frühjahr 1979, mittlerweile als Konsulent für seine ehemalige Firma, bei der Gesamtkonzeption noch wesentlich mitgearbeitet hat.
Franz Steinbacher sitzt im Cockpit eines Abarth 1600 SP mit 170 PS aus dem Jahre 1967. Größter Erfolg war der Gesamtsieg von Johannes Ortner 1967 beim Coupes de Vitesse in Paris-Montlhery.
Aus der Collection Möll kommt der 365 PS starke Abarth 3000 V-8 Sport Spider Prototyp, ein Auto wie es Peter Schetty 1968 in Wien-Aspern zum Sieg führte, und Arturo Merzario in Mugello auf Platz drei chauffierte, wird von Jürgen Boden gelenkt. Auto Nummer zwei aus der Collection Möll chauffiert der Schweizer Kuno Schär.
Star des Abarth Festival ist Arturo Merzario. Er fuhr 57 Formel 1-Rennen auf Ferrari, Williams, March, Wolf und seinem Grand Prix-Eigenbau, er gilt als Lebensretter von Niki Lauda, als dieser am 1. August 1976 am Nürburgring seinen Feuerunfall hatte. Als Abarth Werks-Pilot holte er zahlreiche Siege.
Bei der Speed-Show pilotiert er einen Abarth 2000 aus der Sammlung Alfred Jodl, der sich selbst ins Cockpit eines Abarth 1300 OT aus dem Jahre 1965 klemmt.
Michael Hofer bringt seinen Abarth 1000 Cuneo an den Start, ein bügelbretthoher Rennsportwagen mit einem 1-Liter Doppelnocken-Vierzylindermotor von 130 PS.

Egon Hofer auf Ferrari

Als Egon Hofer aus Salzburg 1970 im Behamberg-Rennen diesen Ferrari 206 S Spyder (Baujahr 1966) zündete, hatte der Rennsportwagen bereits eine lange Erfolgsliste unter Erstbesitzer Edoardo Lualdi aufzuweisen. Als Hofer den Wagen im Herbst 1969 erwarb, ließ er ihn von Piero Drogo mit der originalen und im Ferrari Werk gekauften Karosserie des Ferrari 212E Montagna einkleiden. Neuerdings bekam der Bolide einen Zweiliter-Ferrari-V6- Einspritzmotor aus der Formel 2. Damit unterscheidet er sich vom seinerzeitigen Ferrari Prototyp - mit dem Peter Schetty 1969 alle sieben Wertungsläufe und damit die Europa- Bergmeisterschaft gewann - nur durch den Motor. Schetty hatte ein Unikat von einem Triebwerk, einen 12-Zylinder-Boxer, von dem es überhaupt nur zwei Exemplare gegeben haben soll. Mit dem Ferrari 212E/206S ist Egon Hofer bei Oldtimer-Rennen in Europa ein gern gesehener Gast. Bei der Speed-Show am Alpenflugplatz Niederöblarn im Rahmen der Ennstal-Classic wird Sabine Guttenberg die Stoppuhr drücken.

GT Boliden

Rudolf Humer ist Chef der ECE European City Estates AG mit Sitz in der Hinterbrühl bei Wien. Er ist nicht nur ein großer Automobil-Liebhaber, der seit Jahren bei der Ennstal-Classic am Start steht, sondern auch ein hochkarätiger Kunstsammler. Heuer nannte er für die Speed- Show seinen wunderschönen Ferrari Daytona 365 Spyder, Baujahr 1972. Mit 4,4 Litern Hubraum gibt der V12 348 PS ab. Co-Pilot ist Peter Moll.
Philipp Stalzer sitzt in einem immer wertvoller gewordenen Porsche 911 mit 2,7 Liter Motor aus dem Jahre 1973.

Ein Mercedes-Rennsportwagen

Christian Wagner und Erich Troppenbauer zeigen einen Mercedes W 123 Coupé. Es handelt sich um einen Werksrallywagen aus dem Jahr 1977 der nur in wenigen Rennen unter Holger Bohne und Ingvar Carlsson pilotiert war und von der Scuderia Kassel aufgebaut wurde.

Formel 1 und Formel 5000

Peter Schleifer, ein hochkarätiger Hobby-Racer, stellt seinen 500 PS starken March Formel 5000 in die Auslage. Der March 725 Formel 5000 basierte auf dem bis auf den Motor baugleichen March 721 Formel 1, wie ihn auch Niki Lauda damals fuhr.
Rudi Raml aus Altenberg bei Linz bringt eine Attraktion zur Speed-Show: jenen Wolf- Cosworth WR8 Formel 1-Renwagen wie er 1979 von Keke Rosberg gefahren wurde.
Etwas weniger PS - nämlich 110 - hat der Tiga Formel Ford Rennwagen aus dem Jahre 1976 von Franz Hülmbauer.

Text und Bilder: Ennstal Classic
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